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Biotopkartierung

Ein Biotop ist der räumlich abgrenzbare Lebensraum einer bestimmten Lebensgemeinschaft. Durch seine Ausstattung mit abiotischen und biotischen Faktoren stellt es relativ einheitliche Lebensbedingungen bereit. Ein Biotop ist z.B. ein intensiv bewirtschafteter Getreideacker, ein Hochmoor oder ein Buchenwald. Die Bezeichnung Biotop enthält keine Bewertung der ökologischen Qualität eines Lebensraums.

Bei der Kartierung von Biotopen werden hauptsächlich die Pflanzen eines Gebiets erfasst. Die vorkommenden Pflanzenarten zeigen, ob es trocken oder feucht ist, wie nährstoffreich der Boden ist und wie die Fläche in den letzten Jahren genutzt wurde. Auch eine Abschätzung, welche Tiere dort leben können, ist möglich.

Biotopkartierungen sind eine wichtige Grundlage von Naturschutz und Landschaftsplanung. Mit ihnen werden z.B. besonders seltene oder empfindliche Lebensräme ermittelt und der Erfolg von Naturschutzmaßnahmen kontrolliert. Bei vielen Genehmigungsverfahren müssen Biotopkartierungen durchgeführt werden. Sie sind ein zentraler Teil von Umweltverträglichkeitsstudien und Landschaftspflegerischen Begleitplänen.

In den meisten Bundesländern gibt es für die Kartierungen eine verbindliche Anleitung. In Brandenburg hat das Landesumweltamt einen Kartierschlüssel herausgegeben. Er enthält Beschreibungen aller Biotoptypen, die in Brandenburg zu erwarten sind, von der Allee bis zur Zwergstrauchheide. Auch auf die gesetzlich geschützten Biotope wird hingewiesen.

Literaturempfehlung

Leonie und Eckhard Jedicke: Farbatlas Landschaften und Biotope Deutschlands, Ulmer Verlag, Stuttgart 1992
Die Autoren stellen die wichtigsten Biotope Deutschlands von der Ackerbrache bis zur Zierhecke vor, mit jeweils einem charaktaristischem Photo und einem kurzen Text.

© 2000 Ulrike Großmann

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letzte Aktualisierung: 13.10. 2000